Schaufenster

Im diesem virtuellen Schaufenster werden in unregelmässiger Folge Objekte aus der Sammlung des Museums vorgestellt.

Zeitbeisser-Uhr - Eine Uhr ganz aus Holz

Ein Werk der Uhrmacherdynastie Schulthess in Schwyz. Datiert 1722.

Inv. Nr. Td 0008

 

Beitrag lesen

"Zuber Karli"

Karl Bucher (1819-1891) - Der Maler des ländlichen Alltags im 19. Jh.

Inv. Nr. P 0043

 

 

Beitrag lesen

Rückgabe entwendeter Objekte

Nach 50 Jahren schickt ein reuiger Dieb eine Münze und eine Bruder Klausen-Gedenkmedaille zurück ans Museum.

Den ganzen Beitrag lesen.

Spanische Suppenschüssel - das Prestigeobjekt eines reichen Obwaldners

Inv. Nr. H 0631, 16. Jh.

 

Beitrag lesen

Blauer Heinrich - das Taschenfläschchen für Hustende

(Inv. Me 512, nach 1904).

 

 Beitrag lesen

Obwaldner Juliusbanner - Dankesgabe eines Papstes

Inv. Nr. F 0033, 1512

 

Beitrag lesen

Bleistiftskizze "Inspection du Landsturm au Alpenach, 1845"

(Inv. G 0083 a).

 

Der Zivildienstleistende Philippe Bucher liess sich von seinem Einsatz im Museumslager zu einem Blog inspirieren: 

Der zweite Freischarenzug bezeugt die engen Bande zwischen Luzern und Obwalden.

Den Text lesen

Auto mit vorgespanntem Pferd (Inv. Gn 113, ca. 1905. Glas-Fotoplatte, Fotograf verm. Otto Reinhard, Kerns.)

 

Beitrag lesen

  

Kopf aus Ton (Standort: Depot)

2005 wurde Sarnen von einem verheerenden Hochwasser betroffen. Schwer geschädigt wurde dabei auch das Lager des Historischen Museums, das im Keller der Kantonsschule untergebracht war. Glücklicherweise konnte ein Teil rechtzeitig evakuiert werden, dennoch waren die Schäden enorm. Einiges war unrettbar verloren oder ist seither nicht mehr auffindbar, vieles wurde zwischenzeitlich restauriert. Zur Erinnerung an dieses Hochwasser bewahrt das Museum einen zum grossen Teil zerstörten Gegenstand auf:

Beim Kopf aus Ton handelt es sich vermutlich um ein Modell des Bildhauers Richard Kissling (1848 – 1919), angefertigt für die „Melchthalgruppe“ (auch: Melchigruppe). Kissling - der Schöpfer des Telldenkmals in Altdorf - schuf 1891 Vater und Sohn Melchtal in Gips. Vorgesehen war die Ausführung in Bronze und als Standort war der  Landenberg gedacht. Soweit kam es allerdings nicht, es blieb beim Gips. Die Figuren wurden erst im Rathaus aufgestellt und waren danach jahrelang eingelagert, bis sie im Gerichtsgebäude in Sarnen einen neuen Standort fanden und dort besichtigt werden können.

Zur Geschichte von Erni vom Melchi (auch: Arnold von Melchtal) s.  http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D47569.php

Die Melchigruppe aus Bronzeguss auf dem Landenberg. Die Idee wurde nicht ausgeführt, es blieb bei der Illustration.

Der Büchel – ein gefaltetes Alphorn

Büchel und Alphorn haben vieles gemeinsam: Sie sind Blasinstrumente ohne Löcher, Klappen oder Ventile, um die Tonhöhe zu regulieren. Aus beiden erklingen nur Naturtöne. Der Klang des Büchels ist heller, kantiger; ihn zu spielen – er wird gehalten wie eine Trompete – ist heikler. Die Büchel sind meist in B oder C gestimmt. Den ersten Büchel haben vermutlich im 18. Jahrhundert Alphirten geblasen. Der Büchel des Historischen Museums Obwalden wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts gebaut, von wem ist unbekannt.   

Anders als das Alphorn ist der Büchel kompakter und nur rund 90 cm lang. Denn beim Büchel wird das Schallrohr in drei nebeneinander liegende Schlaufen gefaltet und erreicht so eine Länge von 265 cm, was einem Alphorn entspricht. Der Büchel besteht aus einheimischem Fichtenholz mit dichten Jahrringen, die Stämme werden längs halbiert, danach ausgehöhlt, zusammengeleimt und mit Holzreifen gesichert.  Die Wandstärke misst 4 bis 7 Millimeter heller – je dünner, desto heller ist der Klang. Die geraden Schallrohre werden mit Bogenstücken verbunden. Früher wurde der Büchel mit Rindenstreifen umwickelt, heute mit Peddigrohr. Zum Schluss wird das aus Hartholz gedrechselte Mundstück eingesetzt.

Die Postbrente von Sarnen, um 1800

Die rund einen Meter hohe Postbrente von Sarnen dürfte die letzte noch erhaltene sein. Sie besteht aus Holz und besitzt einen abschliessbaren Deckel. Auf seiner Oberseite sind die Initialen des Postboten J(ohann) J(gnaz) A(nder) H(alden) eingeschnitzt. Das Wappen in den Obwaldner Farben sowie das gelbe Posthorn mit den drei roten Kordeln auf der Vorderseite stammen von 1923. Auf der Rückseite befinden sich zwei Tragriemen mit Ketten und hölzernen Bügeln, die auf den Schultern des Trägers aufliegen.

Ein Bote, der zu Fuss mit einer Brente Post zwischen Sarnen und Luzern transportiert, wird erstmals 1766 erwähnt. Sein Weg führt über den Renggpass, dienstags direkt nach Luzern, donnerstags mit einem Abstecher nach Stansstad. Um 10 Uhr muss der Bote in Luzern eintreffen und abends um 6 wieder in Sarnen sein. Um 1840 kommt mit dem Postsack das Aus für die Postbrente. Und transportiert wird nicht mehr zu Fuss, sondern mit Kutsche und Dampfschiff.

Altarflügel der Sakramentskapelle,1522

Die zwei bemalten Holztafeln erzählen die Geschichte, die zum Bau der Kapelle im Sakramentswald oberhalb Giswil geführt hat: 1492 brachen drei Diebe in die Lungerer Kirche ein, brachen den Tabernakel auf und stahlen mit den Kirchengeräten auch die geweihten Hostien, die unterwegs auf den Waldboden geworfen wurden. An diesem Ort entsprang eine Quelle, der man bald wundertätige Wirkung nachsagte. 1522 wurde deshalb an diesem Ort eine Kapelle erbaut. Einer der Diebe wurde gefangengenommen und für die Tat zum Tod am Galgen verurteilt.

Aktuell

Fr, 23. Sept 2022, 19 Uhr   

Frauenstimmrecht in Obwalden    

Mit der Historikerin Stephanie Jeker begeben wir uns auf den holprigen Weg zur Einführung des Frauenstimmrechts im Kanton Obwalden.  

Fr, 28. Oktober 18.30 Uhr

Nachts im Museum

Werden wohl nachts, wenn es dunkel ist, die Objekte im Museum lebendig? Komm, nimm deine Taschenlampe mit und finde es heraus! Nach deinem Streifzug durchs stockdunkle Museum hören wir zusammen Geschichten bei Kerzenschein. 

Newsletter