Landenberg

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Entstehung des Landenbergs
Der Landenberg, ein markanter Hügel oberhalb des Dorfes Sarnen in Obwalden, entstand zu Beginn des 11. Jahrhunderts auf Veranlassung der Grafen von Lenzburg. Er diente als Verwaltungsmittelpunkt ihres Güterkomplexes in der Region. Die steinerne Ringmauer der Burg umfasste die gesamte Hügelkuppe. Über die Innenbebauung ist nichts bekannt, sie bestand vermutlich aus Holzbauten.

Geschichte und Nutzung des Landenbergs
Nach dem Aussterben der Lenzburger 1173 fielen die Güter an die Grafen von Habsburg, die die Anlage mit einem Mauerring erweiterten. Die Blütezeit der Burg lag im 12. Jahrhundert, um 1210 wurde sie aufgegeben. In den folgenden Jahrhunderten wurde das Areal landwirtschaftlich genutzt und als Steinbruch verwendet.

Im 17. Jahrhundert ging das Areal in den Besitz des Landes Obwalden über und erhielt den Namen „Landenberg“. Von 1646 bis 1998 fand hier die Landsgemeinde statt. Im 18. Jahrhundert wurden das Zeughaus (1710–1711) und das Schützenhaus (1752) erbaut. Damit entwickelte sich das Areal zu einem politischen und gesellschaftlichen Zentrum.

Konfliktpotenzial
In der Gründungsmythologie der Eidgenossenschaft wird der Landenberg mit der Vertreibung des Vogtes Landenberg in Verbindung gebracht. Die Burg auf dem Landenberg war zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits aufgegeben. Die Erzählung bezieht sich daher vermutlich auf ein anderes Gebäude.

Nutzen des Schützenhauses und Zeughauses
Das Schützenhaus wurde 1752 errichtet und bis Ende des 19. Jahrhunderts als solches genutzt. Die offenen Seitenflügel dienten als Schiessstände, während die Schützenstube im Obergeschoss für gesellige Anlässe genutzt wurde. Das Zeughaus, erbaut 1711, diente als militärisches Magazin. Im Erdgeschoss wurden Kanonen gelagert, in den Obergeschossen Harnische und Handwaffen. Es behielt seine militärische Funktion bis 1975 bei und gilt als einer der am besten erhaltenen Magazinbauten des 17. und 18. Jahrhunderts in der Innerschweiz. Es ersetzte in seiner Funktion das alte Zeughaus von 1599, in welchem seit 1928 das Museum Obwalden zu finden ist.

Alter der Gebäude
Die Burg auf dem Landenberg wurde im 11. Jahrhundert erbaut und um 1210 aufgegeben. Das Zeughaus entstand 1710–1711, während das Schützenhaus 1752 erbaut und nach einem Brand 1753 erneuert wurde.

Heutige Nutzung
Das Schützenhaus und das Zeughaus werden heute für kulturelle Veranstaltungen genutzt und befinden sich im Besitz des Kantons Obwalden. Sie werden von der Vereinigung „Pro Landenberg“ verwaltet. Der Landenberg dient als Ausstellungsort und beherbergt im Sommer das „Landenberg Unplugged Festival“.

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