Sammlungen Religion und Kirche

          
Die kirchliche Abteilung besitzt Werke von hohem künstlerischem Wert wie Tafelbilder aus dem 15./16. Jahrhundert und das hier abgebildete Hungertuch von 1615 aus Kerns, ein Werk des einheimischen Malers Sebastian Gisig.
Unter zahlreichen qualitätsvollen Figuren ist die gotische Madonna aus Kägiswil besonders hervorzuheben. Eine umfangreiche Sammlung von Votivtafeln, Votivgaben und Andachtsbildchen aus dem 17. bis 19. Jahrhundert gewährt Einblick in eine reiche private Frömmigkeit.


Das Juliusbanner, ein Prunkstück des Historischen Museums Obwalden, wurde von Papst Julius II. 1512 den Unterwaldnern für die militärische Hilfe im sogenannten Pavierzug gegen die Franzosen verliehen.
In Mailand hergestellt, zeigt es im oberen Feld den hl. Petrus mit dem doppelbärtigen Schlüssel in der Hand, im Eckquartier die Kreuzigung Christi mit den Passionssymbolen.
Seines historischen wie auch künstlerischen Wertes wegen in hohen Ehren gehalten, wurde das Banner nur zur Repräsentation gebraucht. An die Landsgemeinde trug man es letztmals 1920, seit 1929 ist es im Historischen Museum Obwalden ausgetellt.